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Marteniza Tag – ein herzerwärmender Frühlingsbrauch

Marteniza Püppchen für Marteniza Tag basteln mit frau friemel

Hello again,

heute möchte ich Dir von einem schönen, kleinen Brauch berichten, mit dem ich einen ganz besonderen Tag verbinde. Eines der ersten Geschenke meines lieben Freundes waren nämlich kleine rot-weiße Püppchen aus Wollfäden, die nach bulgarischem Brauchtum kleine Glücksbringer sind und den Frühling einläuten. Doch jedes Jahr habe vergessen, meine Püppchen rechtzeitig aufzuhängen. Dieses Jahr soll sich das ändern. Deswegen habe ich mich intensiver mit dem Martenzia Tag beschäftigt und möchte selbst ein paar Püppchen basteln und sie an liebe Menschen verschenken. Vielleicht hast Du ja auch Lust mitzumachen?

Was ist der Mateniza Tag?

Ich habe ein bisschen recherchiert und die Fakten zusammengeschrieben. „Echte“ Bulgaren können mich gerne berichtigen ? .

Am 1. März feiern die Bulgaren den Martenzia Tag, der auch Baba Marta Tag oder Martenitsa genannt wird. Martenzia ist dabei vom bulgarischen Wort für März abgeleitet. Am Martenzia Tag ist es Tradition, sich gegenseitig kleine Püppchen oder Quasten aus rot-weißen Wollfäden als Glücksbringer zu schenken. Gerne werden sie auch in Briefen an Freunde geschickt. Die Püppchen werden ans Handgelenk gebunden oder an die Kleidung geheftet und auch Tieren werden sie umgehängt. Die Anhänger werden dann solange getragen, bis man die ersten Frühlingsanzeichen sieht. Das kann z.B. der erste Storch, die erste Schwalbe oder ein blühender Obstbaum sein. Wenn das geschieht, hängt man das Püppchen an den Obstbaum oder legt es unter einen Stein und wünscht sich etwas Schönes. Bis zum 1. April sollte man den Talisman aufgehängt haben.

Martenzia Tag gekaufte Püppchen

Woher kommt der Martenzia Brauch?

Es gibt einige Legenden, die die Herkunft dieser bulgarischen Tradition erklären. Mehr Infos dazu findest Du hier.

Wofür steht der Martenzia Schmuck?

Das Rot der Püppchen soll Liebe und Fruchtbarkeit symbolisieren und das Weiß steht für Reinheit und Gesundheit. Außerdem trägt man sie auf der linken Seite oder am linken Handgelenk, dort, wo das Herz schlägt. Die Püppchen sollen Glück, Gesundheit und ein langes Leben bringen.

Außerdem soll mit diesen Püppchen die Baba Marta, eine alte, launische Oma milde gestimmt werden, damit sie keine Kälte mehr über das Land schickt.

Meine selbstgemachten Martenzia Püppchen

Für dieses kleine DIY brauchst Du nur weiße und rote Wolle sowie eine Schere. Du legst Dir hierfür mehrere Fäden übereinander (ich habe die Wolle hierfür um ein kleines Buch gewickelt) und verknotest das Ganze an passender Stelle, sodass eine kleine Figur entsteht. Am Ende kannst Du die Schlaufen an Füßen bzw. Rock und am Kopf aufschneiden. Auf dem Bild kann man das hoffentlich gut erkennen.

selbstgemachte Marteniza Püppchen

Die gekauften Püppchen kann man kaum von den selbstgemachten unterscheiden, oder ? ?

Ich bin ein großer Fan solcher kleinen Traditionen. Ich werde meine Püppchen ein paar ganz lieben Menschen als Glücksbringer schenken. Mein Schatz bekommt natürlich jetzt auch ein Püppchen von mir. Die, die er mir geschenkt hat, werde ich natürlich nie aufhängen, da ich dieses Erinnerungsstück nicht hergeben möchte ? .

selbstgemachte Marteniza Tag Puppen Familie

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Ich wünsche viel Spaß beim Glück verschenken!

Deine frau friemel

Willkommen bei frau friemel

Hinter der kleinen Basteltante stecke ich, Liesa, ausgestattet mit einer großen Leidenschaft für DIYs, selbstgemachte Geschenke und schöne Dekoration. Alles, was geht, wird hier selbstgemacht.
Hier erfährst Du mehr über mich.

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4 Kommentare

  1. Liebe Frau Friemel,

    durch Zufall fand ich diesen Blog und ich bin hin und weg. Es ist alles so liebevoll beschrieben, so dass man am liebsten alles sofort lesen möchte. Ich selber bin eine, die lieber gerne selbstgemachte Dinge verschenkt und habe das Glück die Gabe bekommen zu haben, das mir immer Dinge einfallen, die ich herstellen kann. Aber ich lese auch gerne wie hier über Ideen von anderen. Vielen lieben Dank für diesen tollen Block.

  2. Hallo Frau Friemell,

    es freut mich sehr, dass Sie über dieses schönen bulgarischen Brauch berichten. Sie haben es gut beschrieben. Ich finde Ihre Interpretation schön, allerdings mit eine kleine Anmerkung meiner Seits. Wenn Mädchen und Weibchen gebastelt werden in dieser Form, dann gilt der Regel: Männchen – weiss, Mädchen – rot. Das Männchen heißt Pijo und er ist immer in der Farbe weiss, und das Mädchen heißt Penda und sie ist immer in der Farbe rot. Als unabdingbar gilt das verzwirnte Rot- und Weissfaden ineinander, der die beiden Figuren vereint. Morgen ist es wieder soweit: Chestita Baba Matra! (Честита Баба Марта).
    Herzliche Grüße

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