DIY Japanische Glücksbringer: Winkekatze und Daruma aus Bügelperlen

Anleitung für magnetische Glücksbringer aus Bügelperlen von frau friemel

Lieber Bastelfreund,

heute möchte ich mit Dir zusammen zwei verschiedene japanische Glücksbringer aus Bügelperlen basteln. Diese machen sich nicht nur gut auf Glückskarten, sondern sind als Magneten auch noch richtig praktisch, um Zettel an der Pinnwand zu befestigen. Dieses DIY ist wirklich einfach zu machen und trotzdem ein Hingucker. Ich bin ein riesen Fan von asiatischen „Nippes“. Du auch? Dann lass uns gleich loslegen!

Was Du für die magnetischen Glücksbringer „Daruma“ brauchst:

Material:

  • Bügelperlen
  • Rohmagnet
  • Backpapier
  • Alleskleber

Werkzeug:

  • Bügeleisen
  • Stiftplatte 15×15 cm

Und so bastelst Du den Daruma:

Die ersten vier Schritte sind relativ selbsterklärend.

  1. Zuerst legst Du die Perlen zurecht. Du benötigst 9 weiße, 22 schwarze, 160 rote, 34 graue und 109 lachsfarbene Bügelperlen.
  2. Nun kannst Du mit dem Legen beginnen. Anleitung für magnetischen Daruma frau friemel Schritt 1-2
  3. Du folgst dabei diesem Schema:

Daruma Bügelperlen Muster

  1. Zum Schluss sollte Dein Daruma so aussehen.Anleitung für magnetischen Daruma von frau friemel Schritt 3-4
  2. Jetzt kannst Du das Ganze bügeln. Hierzu legst Du ein Backpapier zwischen Perlen und Bügeleisen und fährst mit kreisenden Bewegungen über den Glücksbringer. Wenn die einzelnen Bügelperlen gut miteinander verschmolzen sind, ist der Daruma fertig. Tipp: Ich wähle dabei immer die mittlere Stufe meines Bügeleisens, da ich auch schon mal so kräftig gebügelt habe, dass mir die Stiftplatte gleich mit zerschmolzen ist :-/.
  3. Nun nimmst Du den Alleskleber zur Hand und verteilst etwas davon auf dem „Rohmagneten“.Anleitung für magnetischen Daruma von frau friemel Schritt 5-6
  4. Den Magneten muss man dann nur noch in der Mitte des Bügelbildes platzieren und etwas warten, bis der Kleber getrocknet ist.
  5. So sieht der finale Daruma aus.Anleitung für magnetischen Daruma von frau friemel Schritt 7-8

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Bügelperlen Daruma im Überblick

Schritt-für-Schritt-Anleitung für magnetischen Daruma von frau friemel

Winkekatze aus Bügelperlen

Für die Winkekatze geht ihr genauso wie oben beschrieben vor, nur, dass ihr jetzt diesem Legeschema folgt:Anleitung für magnetische Glückskatze von frau friemel

Bei diesem Bügelbild würde ich 2 Magneten verwenden, da es schon etwas größer als der Daruma ist.

Die Bedeutung von Daruma und Winkekatze

Meine erste Winkekatze begleitet mich nun seit 11 Jahren und die Sammlung hat sich stetig erweitert. Dass die Winkekatzen ganz unterschiedliche Bedeutungen haben, habe ich allerdings erst erfahren, als wir dieses Jahr in Singapur in einem japanischen Kaufhaus waren. Deswegen dachte ich mir, dass es Zeit wird, sich auch etwas näher mit der Bedeutung der Glücksbringer auseinanderzusetzen. Und euch möchte ich natürlich gerne daran teilhaben lassen 😉 .

Wofür steht die Winkekatze?

Winkekatzen werden auch Maneki-Neko genannt und sind in vielen asiatischen Ländern als Glücksbringer sehr beliebt, ursprünglich stammen sie allerdings aus Japan. Sie werden häufig an Eingängen von Geschäften und Restaurants platziert, um Kunden „hereinzuwinken“. Außerdem sollen sie Glück und Wohlstand bescheren. Die Winkekatze ist dabei ein Abbild der Katzenrasse Japanese Bobtail. Häufig tragen Winkekatzen ein rotes Halsband mit goldenen Glöckchen oder auch eine Münze, auf der die erhoffte Wirkung der Glückskatze steht (z.B. Glück, Geld…). Die edleren Ausführungen bestehen aus Keramik, die billigeren meist aus Plastik. Auch die Farbe der Katze an sich spielt eine große Rolle. So steht eine weiße Katze für Reinheit, eine schwarze wehrt böse Menschen ab, die grüne bringt Gesundheit, die rote steht für Liebe und die goldene bringt Reichtum. Wenn die Katze mit links winkt, sollen Kunden angelockt werden. Wenn sie mit rechts winkt, soll die Katze Wohlstand und Glück bewirken.Magnetischer Daruma und Winkekatzen aus Bügelperlen von frau friemel

Wofür steht der Daruma?

Der originale Daruma wird meist aus Pappmachee gefertigt und ist so konzipiert, dass er nicht umkippen kann. Er ist also ein „Stehaufmännchen“ und zählt zu den beliebtesten japanischen Glücksbringern. Er soll Glück, Erfolg und Gesundheit bescheren. Der Daruma symbolisiert den buddhistischen Mönch Bodhidharma (lebte 5.-6. Jhd.), der 9 Jahre im Meditationssitz verbrachte, ohne sich zu bewegen. Deswegen fehlen dem Daruma auch die Arme und Beine bzw. sind diese unter der Mönchskleidung versteckt. Einmal ist er, der Sage nach, während der Meditation eingeschlafen, worüber er sich so ärgerte, dass er sich die Augenlider abriss. Deshalb hat der Daruma auch so große Augen. Wenn man einen Wunsch hat und den Daruma „aktivieren“ möchte, malt man ein Auge schwarz aus und stellt ihn an einen gut sichtbaren Ort, sodass man stetig an seine Ziele erinnert wird. Wenn der Wunsch in Erfüllung gegangen ist, malt man auch das zweite Auge aus und verbrennt den Daruma traditionell im Tempel.

 

So, genug mit der Geschichtsstunde 😀 Ich finde, dass die magnetischen Glücksbringer ideal als kleines Geschenk geeignet sind. Bei uns werden sie Teil eines Hochzeitsgeschenks sein, denn Glück kann man ja immer gebrauchen. Besonders den Daruma kann man auch gut auf eine selbstgemachte Glückwunschkarte kleben. So wird diese zum echten Hingucker.

 

Wenn Du lieber etwas nach japanischer Art falten möchtest, kannst Du gerne mal bei meinen Origami Anleitungen vorbeischauen.

Viel Spaß beim Selbermachen!

Deine frau friemel

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