Teil 3: Tipps & Tricks für die Jobsuche

Tipps & Tricks für die Jobsuche

Nachdem ich Dir ausführlich von meinem Studium und von meiner Berufsfindung erzählt habe, möchte ich Dir in den nächsten Beiträgen noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, die sich für mich im Nachhinein bewährt haben. Ich bin ja jetzt Experte auf dem Gebiet 😀 . Wie immer hoffe ich, dass Dir das Ganze etwas bei Deinen Bewerbungen hilft. Heute beginnen wir mit dem Thema Jobsuche.

Und nochmals der Hinweis: Ich schreibe hier ausschließlich aus meiner Sicht und meinen ganz persönlichen Erfahrungen. Wenn Du andere/weitere gemacht hast, würde ich mich auf einen Austausch in den Kommentaren freuen 😉 .

Wann soll ich mit der Jobsuche beginnen?

Für Durchstarter

Falls Dir ein nahtloser Übergang zwischen Studium und Job wichtig ist, solltest Du mindestens ein halbes Jahr vor Deinem Studienende mit der Jobsuche beginnen. Nutze am besten auch die Gelegenheit, Dir langfristig ein Netz mit Kontakten in die Berufswelt aufzubauen. Im Masterstudium hatten wir z.B. viele Praxisvorträge. Wenn diese zu Ende waren, wurden immer die Kontaktdaten der Firma eingeblendet. Ich habe mir auch immer gedacht: immer diese Überengagierten, die nach einem Vortrag noch dem Dozenten persönlich Fragen stellen. Aber im Endeffekt waren das eben auch genau die Leute, die am schnellsten einen Job gefunden haben. Also nimm Dir kein Beispiel an mir, sondern nutze solche Möglichkeiten. Auch auf Berufsmessen kann man spannende Firmen entdecken und mit diesen ins Gespräch kommen. Wenn ich eins gelernt habe, dann ist es die Tatsache, dass es immer vorteilhaft ist, sich auf eine Situation berufen zu können, in der man bereits Kontakt hatte. So fällt jedes Bewerbungsanschreiben oder Telefonat leichter und man wird sofort anders wahrgenommen, da man eben nicht mehr einer unter 1000 ist. Ein Idealfall ist es natürlich, wenn man von einem Nebenjob wie einer Werkstudententätigkeit in eine Festanstellung im selben Unternehmen gleitet.

Für Gelassene

Ich habe mir allerdings Zeit gelassen und erst mit dem Bewerben begonnen, als ich die Masterarbeit abgegeben hatte. Das lag einfach an der damaligen „Lebenssituation“. Zudem wollte ich mich gerne mit meinem Masterzeugnis bewerben, da ich guter Dinge war, dass dieses besser ausfällt, als das Bachelorzeugnis. Man sollte sich auch nicht sofort exmatrikulieren, wenn man mitten im Semester abgibt, sondern bis zum Ende des Semesters die Studentenvorteile genießen. Viele Studenten schreiben sich auch neu ein, um sich nicht noch zusätzlich mit Kosten wie einen höheren Krankenkassenbeitrag etc. rumschlagen zu müssen. Ich denke, es kommt ganz darauf an, wie schnell man mit der Jobsuche vorankommt. Ich habe insgesamt ein dreiviertel Jahr gebraucht, um meine jetzige Stelle zu finden. Und auch, wenn man sich arbeitslos melden muss, ist das kein Drama.

Wo finde ich den richtigen Job?

Jobbörsen im Internet

Heutzutage findet man alles im Internet, auch die Stellenanzeigen. Ich habe vor allem die folgenden Jobportale genutzt:

Am besten finde ich regionale Jobseiten und auch spezielle Seiten für bestimmte Berufsfelder oder Karrierelevel sind zu empfehlen. So gibt es z.B. Jobsuchmaschinen nur für ITler oder für die Hotellerie. Meistens haben auch die Universitäten ihre eigenen Jobbörsen, in denen man gute Angebote findet.

Initiativsuche

Ein zweiter Weg, der mir sehr geholfen hat, war, die nähere Umgebung nach Unternehmen abzusuchen. Das geht natürlich nur, wenn Du schon weißt, in welcher Stadt Du später arbeiten willst. Ich habe einfach über Google Maps interessante Unternehmen gesucht. So findet man nämlich Stellenanzeigen, die (noch) nicht in den üblichen Portalen ausgeschrieben sind, d.h. weniger Konkurrenz. Und generell kann man die größten Unternehmen in Stadt XY googeln und stößt so eventuell auf interessante Angebote. Es gibt z.B. Firmen, die immer Traineestellen anbieten, die aber nicht explizit in Portalen ausgeschrieben werden. Keinesfalls sollte man sich meiner Meinung nach nur auf Jobsuchmaschinen verlassen.

Berufsnetzwerke

Netzwerke wie Xing habe ich am Anfang meiner Jobsuche total unterschätzt. Vor ca. 5 Jahren gab es eine Zeit, da hat einen jeder gefragt „Bist Du bei Xing?“. Da hat man sich in 5 Minuten schnell ein Profil angelegt und vergessen war das Profil. Mit dem Beginn der Jobsuche habe ich meinen Account aber wieder begonnen zu pflegen. Eigentlich mehr aus Angst, dass mich potenzielle Arbeitgeber über Google suchen und dann mein schnell gemachtes Profil finden. Im Endeffekt wurde ich von einigen Unternehmen und Headhuntern angeschrieben, wobei nicht alle Jobangebote zu meinem Profil passten. Der größte Anteil allerdings schon und so ergaben sich sogar Bewerbungsgespräche. Also pflege Deine Profile, es kostet nichts, außer Zeit.

Wie finde ich den richten Job?

Oberflächlich suchen

Ich habe mit der Zeit gemerkt, dass man nicht zu detailliert suchen sollte, wenn man am Anfang seiner Karriere steht. D.h. man sucht z.B. nicht PR-Assistentin, sondern nur PR oder Marketing. So bin ich bei meiner Onlinesuche häufig auf Unternehmen gestoßen, in denen ich mir hätte vorstellen können zu arbeiten. Auch wenn die Stellenanzeige nicht genau zu mir gepasst hat, habe ich ein interessantes Unternehmen gefunden und dann konkret auf der Homepage der Firma nachgeschaut, ob es weitere Angebote gibt, die mir eher entsprechen. Zudem gibt es häufig die Möglichkeit für eine Initiativbewerbung.

Gut organisiert sein

Wichtig war für mich auch, den Überblick zu behalten. Ich habe eine Excel-Tabelle angelegt, um die Stellenanzeige und das Unternehmen zu vermerken. Dazu kam noch der Status der Bewerbung. Dazu aber im nächsten Teil „Tipps & Tricks für die Jobsuche“ mehr.

Tipps für die Jobsuche im Überblick:

Tipps für die Jobsuche im Überblick

Meine Berufsfindungsreihe im Überblick:

Das Wichtigste ist natürlich, nicht den Mut zu verlieren, also belohne Dich auch mal selbst ;-). Das nächste Mal geht es dann um die Bewerbung an sich mit Tipps fürs Bewerbungsschreiben und Bewerbungsgespräch.

Bis dahin, Deine Liesa

 

 

 

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