Kolumne: Herbstzeit aus, Weihnachtszeit an

Zugegebenermaßen ganz habe ich den Herbst noch nicht abgehakt. Ich bin auch jemand, der brav bis zum 1. Advent wartet, bis er Lebkuchen und Co kauft. Doch die Vorbereitungen für die weihnachtlichen DIYs laufen schon auf Hochtouren. Schließlich gibt es einfach Basteleien, die vor dem 1. Advent bzw. Dezember vorbereitet werden wollen. Ich sag nur: Adventskranz und Adventskalender. Nichtsdestotrotz möchte ich heute noch mal ein Herbst-Resümee ziehen und zugleich die Weihnachtszeit auf dem Blog beginnen lassen.

Mein erster Herbst in Berlin

WannseeDer Herbst in Berlin war wirklich schön. Lange bis in den September hatten wir noch sonniges Wetter, sodass es leicht war, die neue Heimat noch ohne kalte Füße etwas besser zu erkunden. Lange Spaziergänge in der City, aber auch im Grunewald oder am Wannsee mit Hund, waren unsere Lieblings-Sonntags-Beschäftigung. Ich hätte gar nicht gedacht, dass Berlin auch so viele grüne Ecken hat und war vor allem vom Grunewaldsee beeindruckt. Hier dürfen alle Hunde unangeleint laufen. Unser Hund Loki war ein bisschen überfordert von den wandernden Hundemassen. Einfach ein toller Platz für Hunde(beobachtungs)freunde.

Außerdem war dieser Herbst noch von nachhallendem Umzugsstress geprägt. Immer noch ist nicht alles fertig, aber wir sind auf einem guten Weg und wissen zumindest, was wir an Einrichtung und Dekoration wollen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir es geschafft haben, bis ich mit dem Schmücken für die Weihnachtszeit beginnen möchte.Fernsehrturm Berlin

Das Tolle an dem Umzug war allerdings, dass wir viel Besuch von Familie und Freunden hatten, die gespannt auf die neue Wohnung waren. Besuch ist immer gut, auch um über seinen eigenen Schatten zu springen und auch mal aus dem eigenen Kiez rauszufahren. Den Besuchern muss man ja auch was bieten 😀 . So haben wir z.B. mit meinen Eltern eine Stadtrundfahrt gemacht, die auch mir half, einen besseren Überblick über die Stadt zu bekommen. Wenn man zu Besuch in einer Stadt ist, sieht man ja meist immer nur dieselben Plätze. Umso spannender ist es, jetzt auch mal neue Orte in Berlin zu entdecken.

Icc BerlinGenauso schön war es, wieder in die Heimat zu fahren und alle Vorzüge von Hotel Mama genießen zu können. Ich habe auch das Gefühl, dass man die Zeit mit den Liebsten einfach besser nutzt, da man eben nicht einfach um die Ecke spazieren kann, um diese zu sehen. Ich mag den Gedanken, nun in einer Weltstadt wie Berlin zu leben, in der man theoretisch alles und zu jeder Zeit bekommen kann, aber ebenso einen Platz in einer ruhigeren und kleineren Stadt zu haben, zu dem ich immer wieder zurückkehren kann. Ich genieße es z.B. sehr, dass ich in meiner Heimatstadt theoretisch alles Wichtige zu Fuß erreichen kann, obwohl mich auch die Öffentlichen in Berlin positiv überrascht haben. Das Streckennetz war für meine bisherigen Fahrten immer gnädig zu mir 🙂 (es gibt bestimmt Berliner, die anderes behaupten).

Loki im Park

Inzwischen fühle ich mich in Berlin wirklich wohl, erwartetes Heimweh ist bisher eigentlich noch nicht eingetreten. Aber ich habe ja auch schon einmal woanders zum Studieren gewohnt (NEIN, ich war nicht die, die jedes Wochenende nachhause gefahren ist 🙂 ). Vor allem liegt es aber sicher daran, dass wir eben immer viele Gäste hatten bzw. irgendwo zu Gast waren. So war man auch einfach mal froh, ein Wochenende alleine zuhause zu sein, um z.B. mal wieder gründlich zu putzen (für die nächsten Gäste, versteht sich). Ich denke, wenn die Zeit kommt, wenn das nicht mehr ohne Weiteres spontan möglich ist, da einem einfach die Zeit fehlt, werde ich bestimmt noch mal ein wenig wehmütig.

Nun aber noch ein paar Eckpunkte für den Herbst:

Top 5 – Lieblingslieder

Komischerweise hat mich im Herbst das deutsche Songfieber gepackt und ich habe einige Alben gehört, die schon lange nicht mehr in der Playlist waren.

  • Clueso – Neuanfang: Passte natürlich super zur Umzugssituation und der Beat gefällt mir auch richtig gut. Ich höre Clueso schon ewig, aber eben mal mehr oder weniger.
  • Christiane Rösinger – Seltsam, Seltsam: Zuerst im Radio gehört und für eine sehr seltsame Stimme gehalten, aber nach mehrmaligem Hören schnell zum Favorit geworden. Ich habe mir dann auch Christiane Rösingers Album „Songs of L. and Hate“ gekauft und wurde nicht enttäuscht. Eigentlich sind alle Texte melancholisch, aber immer mit Witz und Ironie geschrieben, frei nach dem Motto: Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht, wie schon Herbert Grönemeyer, mein Teenieschwarm, sang (also perfekt für den Herbst!).
  • Tomte – Ich sang die ganze Zeit von dir: Was soll ich sagen, einfach schön.
  • Chefboss – Zombie Apokalypse: Kein sehr tiefgründiger Text, aber super Beat. Passt natürlich auch perfekt zur Halloween-Party. Auch der Herbst muss ja nicht immer schwermütig sein.
  • Disclosure – You & Me (feat. Eliza Doolittle) Flume Remix: Hatte ich vor längerer Zeit schon mal in irgendeiner TV-Show gehört (vielleicht Germanys Next Topmodel?) und „Gonna be you & me“ passte natürlich auch perfekt zum gemeinsamen Umzug. Der Elektrobeat ist auch genau meins. Dreh den Bass auf, Baby 🙂 .

Favoriten: Serien, Filme, Bücher

  • Serie – The Crown: Beschreibt das Leben von Queen Elizabeth der Zweiten und ist gerade auf Netflix angelaufen. Ich würde es als Mischung aus House of Cards und Downton Abbey beschreiben – Politische Intrigen im prunkvollen Ambiente. Wir sind große Fans von so tollen und professionellen Kulissen und Kostümen. Außerdem waren wir dieses Jahr in London und es ist schön, bestimmte Orte wieder zu erkennen.
  • Film – Bridget Jones‘ Baby: Für Fans natürlich ein Muss. Ich war nicht enttäuscht von der Fortsetzung, wie es so oft der Fall ist. Sie war noch genauso witzig wie die anderen Teile.
  • Filme – Harry Potter 1-8: Schon eine alte Tradition in der Herbst- bis Vorweihnachtszeit. Momentan laufen die Filme noch auf Prosieben (Freitag kommt Teil 6). Irgendwie finde ich es immer schön, wenn die Filme im Fernsehen kommen und schaue dann gleich noch lieber.
  • Buch – 180 ° Meer (Sarah Kuttner): Ich mag Kuttners Schreibstil sehr gerne. Sie kann ernste Themen mit Witz und Ironie beschreiben. Auch dieser Roman startet wieder mit einem Charakter, der in einer Lebenskrise steckt und man erhält einen kurzen Einblick in dessen Art, das Leben mit den Problemen weiterzuführen. Im Frühjahr gehen wir zu einer Buchlesung von Sarah Kuttner, ich bin gespannt.
  • Buch – Panikherz (Benjamin von Stuckrad-Barre): Man erhält einen (scheinbar) detaillierten Einblick in das Leben des Autors – von Kindheit bis zum Jetzt. Ich fand Stuckrad-Barres Buch Soloalbum toll geschrieben bzw. das Hörbuch toll von ihm selbst vorgelesen. Ich musste beim Zuhören viel lachen. Wenn man Panikherz allerdings liest, sieht man auch Soloalbum in einem anderen Licht. Ich wusste gar nicht, dass der Autor mal so „kaputt“ war (Drogen, Magersucht). Auf jeden Fall ist das Buch sehr spannend und mit Humor geschrieben. Vor allem zeigt es, dass man nur etwas verändern kann, wenn man es auch selbst will.

Büchertipps Herbst

So, jetzt reicht es aber mit der Laberei 🙂 . Ich hoffe Dein Herbst war auch gut. Lass uns jetzt doch schon mal gemeinsam die Weihnachtszeit einläuten (Wortspielalarm!). Ab jetzt findest Du im rechten Blog-Bereich eine Anzeige (zu Weihnachten darf es auch mal kitschig werden 😉 ), die die Tage bis Weihnachten anzeigt (hoffentlich geht sie nicht zu schnell rum), denn Vorfreude ist ja doch die schönste Freude. Freu Dich mit mir auf tolle Weihnachtsideen und DIYs für Dein Zuhause und Deine Liebsten als Geschenk.

Meine Vorbereitungen laufen wie gesagt auf Hochtouren. Am Sonntag kannst Du Dich auf eine von zwei Ideen für einen selbstgemachten Adventskalender freuen.

Bis dahin, frau friemel

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